Die Energiekosten in der Zukunft lassen sich nur schwer abschätzen. Blickt man allerdings einige Jahre zurück und vergleicht die Preise mit den heutigen, stellt man sehr schnell einen enormen Anstieg fest. Gas und Öl sind fossile Brennstoffe, die sicht nicht wieder schnell erneuern. Abb. 1.3 Funktionsweise einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage In rund 35 Jahren ist der Preis für Öl und Gas um das Fünffache gestiegen und die Strompreise haben sich verdreifacht. Bislang konnte man die Öl- und Gaspreise durch neue Funde und Förderungen ein wenig abbremsen. Auf lange Sicht wird dies jedoch nicht mehr möglich sein, da die Ressourcen mit der Zeit immer mehr aufgebraucht werden. Des weiteren schädigt der CO2 Ausstoß das Klima, die Natur und Umwelt. Aus diesem Grund wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz beschlossen. Es soll die Natur und Umwelt schützen, Konflikte über fossile Energieressourcen
vermeiden und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien fördern.
Zusätzlich möchte man den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent steigern.
Nachdem der Test, Satelliten mit Siliziumsolarzellen auszustatten, ein Erfolg war, wurde die Photovoltaikzelle die Lösung für die elektrische Energieversorgung der Satelliten.
Durch die hohen Herstellungskosten in der Anfangszeit blieb der Anwendungsraum zuerst sehr beschränkt. Doch mit der Ölkrise im Jahr 1973 hatte sich einiges verändert. So wurden erste Untersuchungen für eine Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit durchgeführt. Daraufhin wurden größere Pilotanlagen errichtet um einen Versuch in diesem neuen Gebiet zu starten und weitere Entwicklungen in Gang zu bringen.
Heutzutage werden zur elektrischen Energieversorgung große Inselanlagen an abgelegenen Standorten in Äquatornähe verwendet. Sie finden jedoch auch weiter vom Äquator entfernt Anwendung auf Schallschutzwänden, Parkscheinautomaten, Lampen im Garten und privaten Dächern.
Der Begriff Photovoltaik setzt sich aus „Photo“, welches ursprünglich aus dem altgriechischen stammte und „Licht“ bedeutet und dem Wort „Voltaik“, das nach dem Physiker Alessandro Volta benannt wurde zusammen.
Der französische Physiker Alexandre Edmond Becquerel stellte erstmals im Jahre 1839 fest, dass unter Einfluss von Sonnenlicht Batterien eine längere Lebensdauer erhalten und sobald Sonnenlicht auf eine Silberelektrode in einem Elektrolyt trifft, eine Spannung entsteht. 1873 brachte Willoughby Smith weitere Erkenntnisse, indem er Ergebnisse einer Untersuchung über die elektrische Eigenschaft von Selen bei Lichteinfall veröffentlichte. Durch seine
Ergebnisse nahmen viele die Forschung zu diesem Gebiet auf. Daraufhin fanden William Grylls Adams und
Richard Evans Day 1876 heraus, dass Licht einen Elektrizitätsfluss in einem Festkörper verursacht.
Schließlich wurde 1954 in den USA die erste Siliziumsolarzelle mit einem Wirkungsgrad von etwa 5% entwickelt und im Weltraum zur Energieversorgung getestet.